Ein Leben ohne Zucker?

Meine Erfahrungen seit meinem Zuckerverzicht

Ja Ihr habt richtig gelesen. Ich verzichte seit Oktober 2018 auf industriell verarbeiteten Zucker. Ich weiss, dass sich viele jetzt wundern und denken werden, wieso ich das überhaupt nötig habe. Ich bin doch eh so schlank (viele meinen auch dünn). Stimmt. Meine körperliche Konstitution ist schlank bis dünn und meine ganze Familie sieht so aus. Ich kann mich erinnern, dass jeder von uns irgendwann eine kurze Phase hatte, in der er etwas weniger dünn war – wovon auch immer das abhing – aber im Grossen und Ganzen sind und waren wir alle immer schlank/dünn.

Der Grund weshalb ich auf Zucker verzichte, hat auch absolut nichts mit einer Diät für meine Figur zu tun. Die Entscheidung auf Zucker zu verzichten, habe ich aufgrund meiner nicht sehr ausgewogenen Ernährung getroffen. Ich weiss, auch das klingt jetzt für viele befremdlich bei meiner doch recht ausgewogenen und hochwertigen Küche im Catering. Ich esse nicht sehr gerne Pasta oder Brot – da reicht mir meist ein Bissen zum Kosten. Ich bereite unglaublich gerne perfekte Steaks zu, kann aber selber keine Massen essen. Ich finde Gemüse ist unglaublich vielfältig, abwechslungsreich und liebe es, wenn es gut zubereitet wird. Bei Fleisch bevorzuge ich Biohähnchen oder Fisch für mich persönlich. Auch liebe ich gute Steaks, nur wenn, dann müssen diese schon aus artgerechter Haltung kommen.

Wenn ich meine Vorlieben so beschreibe, wie ist es dann möglich, dass ich behaupte, so ungesund gegessen zu haben? Das liegt an meinem Beruf. In der Küche und im Catering ist regelmässiges Essen nicht ganz einfach. Man ist den ganzen Tag mit Essen konfrontiert. An Tagen, an denen die Vorbereitung läuft, kann man entweder hungern, weil man nie fertiges Essen sieht, oder ganz verzweifelt sein, weil man alles kosten muss und einfach nicht mehr kann. Es verlässt bei uns nichts ungekostet die Küche. Ich musste regelmässige Mittagessen mit meinem Team einführen, da man sonst nie wirklich, aber andauernd irgendetwas isst. Und diese Mittagessen versuche ich bewusst zu gestalten. Kochen ist ein Beruf, der mit unglaublich viel Passion einhergeht und Köche haben einen eigenen Charakter. Köche wollen zu allererst immer alle anderen zufrieden stellen. Dabei sind sie in der Lage auf sich selbst zu vergessen. Und dann passiert das, was mir passiert ist. Während der Arbeit gibt es kein richtiges Essen und bei Hungerattacken gibt es dann Süsses oder Grissini oder, oder, oder… Das zu vermeiden erfordert eine Menge Disziplin. Im September habe ich erst realisiert, wie ich esse. Als zu Mittag eine Packung Prinzenrollen leer war, habe ich angefangen nachzudenken. Das Ergebnis war: ich will keinen Industriezucker als Ersatz für gutes Essen. Und ich habe aufgehört ihn zu essen. Von heute auf morgen. 2 Monate komplett ohne Industriezucker, Ersatzzucker oder Obst. Jetzt esse ich wieder Obst und backe Kuchen mit Datteln statt Zucker.

Datteln, Kokosblütenzucker, Birkenzucker („Xylit“) und vorne Industriezucker

Ich möchte niemanden irgendeine Ernährungsform aufzwingen, daher mache ich bei meinen Caterings „ganz normale Desserts“, aber auch welche, die ich essen würde. Dann hat man die Wahl. Das kommt sehr gut an. Selbstverständlich koste ich die Desserts, die wir machen und ja, das ist nicht so einfach für mich. Das sind die seltenen Ausnahmen, in denen ich wirklich noch mit Zucker konfrontiert werde. Aber Gott Sei dank ist kosten wirklich nur eine winzige Menge. 

Was heisst eigentlich zuckerfrei? Zuckerfrei kann die Ernährung nicht sein, denn in sehr vielen Lebensmitteln ist natürlicher Zucker enthalten. Ich esse ohne Industriezucker, backe mit Datteln oder anderen getrockneten Früchten, vermeide Zuckerersatzprodukte und alle Formen von extrahierter Süsse. Ich nehme also auch keinen Ahornsirup, keinen Dattelsirup oder ähnliches. Auch ein zu viel an Obst kann ungesund sein, allerdings kommt da der Zucker nicht in Reinform vor, sondern mit Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Ich bin keine Ernährungsexpertin, selbst wenn ich schon unglaublich viele Bücher über gesunde Ernährung gelesen habe (nicht nur von selbst ernannten Experten, sondern auch von Ärzten und Ernährungswissenschaftern). Einig sind sich zumindest alle in de Punkt, dass man den Zuckerkonsum deutlich einschränken sollte, auch wenn wenige einen kompletten Verzicht vorschlagen.

Ich jedenfalls merke einen deutlichen Unterschied zu vorher, daher kann ich mir nicht vorstellen, dass Zucker besonders gesund ist.

Die Verbesserung seit meinem Zuckerverzicht:

1) Die allererste und nachhaltigste, wichtigste und grossartigste: Ich wache fit und munter auf. Das war vorher seit Jahren nicht mehr der Fall! Es gibt Tage, da denke ich nicht mehr daran und es ist gut, dass ich das gerade schreibe, so kann ich mich daran erinnern, wie dankbar ich dafür bin.

2) Mein Bauchfett ist weg. Da werden viele denken: die spinnt ja, eh so dünn, wo war da Fett. Stimmt: Fast egal, wie viel Bauchfett ich hatte, Arme und Beine waren immer fast gleich dünn. Ich werde nie vergessen, dass ich in einer Fernsehsendung war und jemand danach gegoogelt hat, ob ich schwanger bin!!! War ich nicht, ich hatte Bauchfett von den vielen Süssigkeiten, die ich in mich hineingestopft habe. 

3) Ich schlafe besser.

4) Ich esse bewusster und viel gesünder. Jetzt muss ich ja meine Energie mit anderen Dingen zu mir nehmen und da ich ja Gott sei Dank bis auf die Süssigkeiten keine Junkfood Esserin war, esse ich jetzt gute Lebensmittel.

5) Meine Haut ist rosiger. Ich kann nicht behaupten, dass ich innerhalb von 4 Monaten um 10 Jahre jünger aussehe, aber ich gefalle mit jetzt deutlich besser. Ich kann nicht ganz genau sagen, was sich verändert hat, aber ich glaube, ich sehe rosiger aus. und das ist ja wichtig, dass man sich selbst gefällt. Ich weiss, dass wir alle älter werden, aber angeblich beschleunigt Zucker die Hautalterung. Da ich nicht vorhabe, mich irgendwann operieren zu lassen oder Botox zu spritzen (mein Wort in Gottes Ohr), muss ich mich mit meinem natürlichen Gesicht anfreunden, egal wie es sich verändert. Und da kann es nicht schaden, wenn der Alterungsprozess nicht zusätzlich beschleunigt wird.

6) Ich habe keine Heisshungerattacken mehr.

7) Ich bin stolz auf mich!!!

Mit Alexander Pointner Testimonials für Gesundes Grillen bei WEBER

Ich werde in meinem Blog sicher immer wieder zuckerfreie Rezepte online stellen. Ich finde, man sollte alles, was man geniesst, bewusst geniessen. Also geniesst bewusst Desserts, wenn Ihr welche zu Euch nehmt, aber vermeidet unnötigen Zucker und Zuckerfallen. Auch damit muss man sich eingehender befassen, wenn man auf Zucker verzichten möchte.

Auch dazu werdet Ihr noch viel Information auf meinem Blog finden. 

Natürlich machen sich immer wieder Leute über mich lustig. So ein Blödsinn, unnötig etc. Und zum Einsatz von Zucker in meinem Catering: ich koche mediterran, da kocht man bei salzigen Speisen fast nie mit Zucker, daher enthalten meine Speisen auch so gut , wie nie Zucker. Essen kochen kann man ohne Probleme ohne Zucker. Und wie ich in der Zwischenzeit weiss, auch backen. 

Die Rezepte, die ich ohne Zucker kreiere sind zuckerfrei, aber weder raw („Rohvegan“) noch vegan. Das hier ist kein Blog über Veganismus, auch wenn die meisten Gemüsegerichte bei mir automatisch vegan sind, wenn ich nicht gerade mit Käse verfeinere, da ich fast nie mit Butter, sondern immer nur mit bestem Olivenöl koche.

Ihr werdet alles in meinen Rezepten finden:

  • Gemüse
  • Fleisch
  • Fisch
  • Desserts

Aber alles unter der Prämisse: Köstlich, bewusst und gesund.

Viel Spass beim zuckerfreien oder zuckerreduzierten Genuss!

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